Wempe – Uhrenlexikon

Profitieren Sie von unserem Wissen und unserer Erfahrung - schlagen Sie Begriffe und Themenbereiche nach die Sie interessieren und bei denen Sie bisher nicht weiter wissen.

Tachymeterskala

Zifferblattskala bei Chronographen zur Ermittlung von Durchschnittsgeschwindigkeiten. Meistens geeicht auf eine Strecke von einem Kilometer oder einer Meile. Am Anfangspunkt der Messstrecke, z. B. an einer Kilometermarkierung, wird der Chronograph gestartet und an ihrem Ende wieder angehalten. Der Chronographenzeiger deutet nun auf die Durchschnittsgeschwindigkeit (km/h oder mph), mit der die Distanz durchfahren wurde.

Taucheruhren

Zum Schwimmen oder für Unterwasserausflüge empfehlen sich Gehäuse, die mindestens bis 100 Meter Tiefe wasserdicht sind. Taucheruhren müssen gemäß DIN-Norm 8306 allerdings noch weitere Bedingungen erfüllen. Neben der Gehäusedichtheit und einer guten Ablesbarkeit wird eine Einrichtung verlangt, die die Vorwahl einer Tauch-Zeit­spanne gestattet. Zum Beispiel ein einseitig verstellbarer Drehring. Auch die Ablesbarkeit ist definiert: Die Uhrzeit, die voreingestellte Tauchzeit und das Funktionieren der Uhr müssen selbst bei Dunkelheit aus 25 Zentimetern Entfernung unmißverständlich erkennbar sein. Professionelle Taucheruhren müssen dem nassen Element bis mindestens 200 Meter Tiefe widerstehen. Zudem haben sie ihre Dichtheit einmal jährlich unter Beweis zu stellen. Sofern sie der Norm entsprechen, müssen sie das DIN-Zeichen tragen. Zur eigenen Sicherheit sollte jede Taucheruhr einmal, besser zweimal jährlich von Juwelier Wempe auf ihre Dichtigkeit hin überprüft werden.

Telemeterskala

Chronographenskala zum unmittelbaren Ablesen von Entfernungen. Als Berechnungsbasis dient die unterschiedliche Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht und Schall. Zum Beispiel lässt sich die Distanz eines Gewitters bestimmen, wenn der Chronograph beim Aufleuchten des Blitzes gestartet und beim Ertönen des Donners wieder gestoppt wird. Nun kann man dem Chronographenzeiger – abhängig von der Skaleneichung – die momentane Entfernung in Kilometern oder Meilen entnehmen.

Tourbillon

Von Abraham - Louis Breguet 1795 erfundene und im Jahre 1801 patentierte Konstruktion zur Kompensation der Schwerpunktfehler im Schwingsystem (Unruh und Unruhspirale) mechanischer Uhren. Beim Tourbillon (Wirbelwind) ist das komplette Schwing- und Hemmungs-System in einem - möglichst leichten - Käfig untergebracht. Dieser dreht sich innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (meist eine Minute) einmal um seine Achse. Auf diese Weise können die negativen Einflüsse der Erdanziehung in den senkrechten Lagen einer Uhr ausgeglichen und die Gangleistungen gesteigert werden. In waagerechten Lagen hat das Tourbillon dagegen keinen Einfluss auf die Ganggenauigkeit. Armbanduhren mit Tourbillon wurden erstmals in den 1940er Jahren für Chronometerwettbewerbe hergestellt. Seit 1986 gibt es in Kleinserien gefertigte Armband-Tourbillons.