Wempe – Schmucklexikon

Profitieren Sie von unserem Wissen und unserer Erfahrung - schlagen Sie Begriffe und Themenbereiche nach die Sie interessieren und bei denen Sie bisher nicht weiter wissen.

Geburtssteine (Tierkreissteine)

Schon in der Antike glaubten die Menschen an eine Beziehung zwischen Tierkreiszeichen und Edelsteinen und ordneten jedem Sternbild bestimmte Mineralien zu. Am geläufigsten ist die Gruppierung folgender Steine, die sich positiv und stärkend auf den Vertreter des jeweiligen Tierkreiszeichens auswirken sollen: Widder (21.3. – 20.4.) – roter Jaspis, Karneol. Stier (21.4. – 20.5.) – Karneol, Rosenquarz. Zwillinge (21.5. – 21.6.) – Citrin, Tigerauge. Krebs (22.6. –22.7.) – Chrysopras, Aventurin. Löwe (23.7. – 23.8.) – Bergkristall, Goldquarz. Jungfrau (24.8. – 23.9.) – Citrin, gelber Achat. Waage (24.9. – 23.10.) – orangefarbener Citrin, Rauchquarz. Skorpion (24.10. – 22.11.) – roter Karneol. Schütze (23.11. – 21.12.) – Saphir, Chalcedon. Steinbock (22.12. – 20.1.) – Onyx, Quarz-Katzenauge. Wassermann (21.1. – 19.2.) – Türkis, Falkenauge. Fische (20.2. – 20.3.) – Amethyst, Amethystquarz.

Gemmologie

Gemmologie ist die Wissenschaft von den Edelsteinen. Im Deutschen wird diese auch Edelsteinkunde genannt. Sie befasst sich mit der Bestimmung und der technischen Bearbeitung von Edelsteinen sowie mit der Erarbeitung von Methoden zur Unterscheidung natürlicher Edelsteine von Synthesen und Imitationen.

Getönte Farben

Der Wert eines Diamanten wird anhand international anerkannter Qualitätskriterien („4 C“) ermittelt. Wichtiges Kriterium ist dabei die Farbe (Colour), die anhand einer internationalen Farbskala beurteilt wird. An der Spitze von meist zwölf Qualitätsstufen steht das hochfeine Weiß „River“, am Ende stehen die getönten Farben, die einen mehr oder weniger intensiven Gelbton zeigen und z. B. „Cape“ genannt werden. Diese Gelbtönung ist ab der Graduierung „Top Cape“ gut sichtbar und nochmals in verschiedene Stufen unterteilt, die mit den Buchstaben M bis Z bezeichnet werden.

GIA

GIA ist die Abkürzung für Gemological Institute of America mit Sitz in Carlsbad, Kalifornien. Das Institut ist eine weltweit anerkannte Autorität auf den Gebieten der Gemmologie und Graduierung von Diamanten. Das GIA ist auch in Wissenschaft, Forschung und Lehre aktiv und bietet renommierte Aus- und Fortbildungen zum Thema Gemmologie. Die nicht kommerzielle Organisation existiert seit 1931 und hat heute Niederlassungen auf der ganzen Welt. In Europa hat das GIA seinen Sitz in Italien (Vicenza) sowie in England (London).

Gold

Gold ist eines der ältesten vom Menschen benutzten Metalle und hat diesen von jeher angezogen. Es hat eine leuchtend gelbe Farbe, ist beständig und außerordentlich dehn- und walzbar. Der Name Gold leitet sich von dem althochdeutschen „ghel“ (schimmernd, blank) ab. Sein chemisches Symbol ist „Au“, abgeleitet vom lateinischen „aurum“. Da pures Gold sehr weich ist, wird es für Schmuckzwecke mit anderen Metallen legiert. Dies beeinflusst auch seine Farbe: Silber als Zusatzmetall färbt Gold grünlich, Kupfer färbt es rötlich. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde zum ersten Mal Weißgold legiert: Palladium oder Nickel geben ihm den hellen Ton; seinen charakteristisch weißen Glanz erhält es schließlich durch das Rhodinieren.

Goldschmied

Der Goldschmiedeberuf ist ein traditioneller Beruf mit langer Geschichte. Schon im dritten Jahrtausend vor Christus pflegten die alten Ägypter die Goldschmiedekunst: die künstlerische Verarbeitung von Gold und Silber zusammen mit Edelsteinen und Perlen zu Schmuck, Geräten, Gefäßen und Objekten. Bereits seit dem Altertum werden Techniken wie Treiben, Gießen, Ziselieren, Punzieren, Gravieren, Granulieren und Emaillieren ausgeübt. Heute ist der Goldschmied ein handwerklicher Ausbildungsberuf, der in mindestens drei Jahren Lehrzeit erlernt wird.

Graduierung

Die Bewertung von Diamanten wird Graduierung genannt. Sie erfolgt durch international anerkannte objektive Kriterien. Anhand dieser Vorgaben werden Diamanten nach Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff) und Carat (Gewicht) beurteilt. Diese Begriffe werden unter der Abkürzung „4 C“ zusammengefasst.

Granat

Granat ist der Oberbegriff für mehr als zehn Schmucksteine mit ähnlicher Kristallstruktur. Im Allgemeinen versteht man unter Granat einen roten Stein – dies trifft jedoch nur auf die beiden häufigsten Vertreter der Granat-Gruppe, die „Karfunkelsteine“ Pyrop und Almandin, zu. Diese haben mit ihren andersfarbigen Verwandten (z. B. dem grünen Tsavorit und dem braunen bis gelben Hessonit) eine gute Härte und eine hohe Lichtbrechung gemeinsam. Granate werden auf allen Kontinenten gefunden.

Gravur

Gravieren – abgeleitet von dem französischen „graver“, eingraben – ist das Einschneiden von Schriftzügen oder Verzierungen in Metall, Glas oder Stein. Diese Technik ist uralt und begann mit der Metallerzeugung in der Bronzezeit. Eine Gravur kann erhaben oder vertieft sein. Heute erfolgt eine Gravur mit dem Stichel, einer Graviernadel oder maschinell. Auch Edelsteine können graviert werden und heißen dann Gemme oder Kamee. Bei Juwelier Wempe können Sie Ihr Schmuckstück durch das Eingravieren von Initialen individualisieren lassen