Wempe – Schmucklexikon
Profitieren Sie von unserem Wissen und unserer Erfahrung - schlagen Sie Begriffe und Themenbereiche nach die Sie interessieren und bei denen Sie bisher nicht weiter wissen.
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Eine Facette ist eine angeschliffene, plane Seitenfläche an einem Stein oder einem Metallkörper und dient der Erhöhung des optischen Effekts. Facettenschliffe sind Schliffformen, die aus einer Vielzahl kleiner, planer Flächen bestehen. Diese Bearbeitung von Edelsteinen ist seit dem 15. Jahrhundert üblich.
Diamanten gibt es in allen Farben. Am häufigsten sind gelbliche Töne, die bei der Bewertung zusammen mit den farblosen, „weißen“ Diamanten beurteilt werden. Andere Farben wie Grün, Blau, Rosé und Rot sind seltener und werden „Fancy Colours“ – Fantasiefarben – genannt. Am häufigsten sind Brauntöne und Schwarz. Seltener und kostbarer sind Rosé, Rot, Grün und Blau in verschiedenen Nuancen.
Der Fantasie von Edelsteinschleifern sind keine Grenzen gesetzt: Sterne, Tropfen, Dreiecke, Knospen – immer wieder entstehen Schliffformen, die wohl bekannte Formen neu interpretieren. Sie werden Fantasie- oder auch Designschliffe genannt und dienen zur Gestaltung von Diamanten und Farbsteinen. Viele dieser Schliffarten haben einen eigenen Namen, der jedoch oft nicht allzu bekannt ist.
Der Begriff Farbstein wird für alle Edelsteine verwendet, nur nicht für den Diamanten. In Bezug auf die Steinverarbeitung steht der Achat ebenfalls außerhalb der Gruppe der Farbsteine. Hingegen werden farblose Edelsteine sehr wohl unter der Bezeichnung Farbstein zusammengefasst. Um ihre Kostbarkeit zu betonen, benutzt man auch häufig den Begriff der Farbedelsteine.
Edelsteine bilden meist den Höhepunkt eines Schmuckstücks. Um ihre Farbe, ihr Licht und ihr Feuer am besten entfalten zu können, haben sich in der Entwicklung der Goldschmiedekunst bestimmte Halterungen zur Befestigung der Steine entwickelt, die so genannten Fassungen. Während das Herstellen von Fassungen in den Aufgabenbereich des Goldschmieds fällt, wird das eigentliche Fassen oft von besonders ausgebildeten Handwerkern, den Fassern, durchgeführt (siehe auch Krappenfassung, Zargenfassung).
Aus dem Feuer geboren: Der Feueropal findet sich vor allem in Hohlräumen und Spalten vulkanischer Gebirgsmassen. Seinen Namen verdankt er jedoch seinem intensiven Orange, das in allen Nuancen von Gelb bis Rot leuchtet. Er gehört zur Gruppe der Opale, zeigt jedoch kein Opalisieren (regenbogenfarbener Schimmer). Der Feueropal ist meist milchig und trüb, nur die kostbarsten Exemplare sind klar und transparent. Sie können facettiert werden, was für den Opal sonst unüblich ist. Allerdings ist der Stein recht empfindlich. Die bedeutendsten Lagerstätten liegen in Mexiko.
Der Begriff „Colour“ – Farbe – bezeichnet eines der vier Qualitätskriterien („4 C“), nach denen der Wert eines Diamanten ermittelt wird. Es gibt Farbskalen mit meist zwölf Qualitätsstufen, nach denen Steine bewertet werden. An höchster Stelle steht ein „hochfeines Weiß“ für völlig farblose Steine. Diese werden mit den Buchstaben „D“ und „E“ bzw. mit dem Begriff „River“ graduiert. „Feines Weiß“ erhält die Einstufung „F“ und „G“ bzw. „Top Wesselton“. Weiße Steine werden mit „H“ bzw. „Wesselton“ gekennzeichnet. Die meisten Diamanten sind jedoch leicht getönt, oft mit einem leichten Gelbstich. Ab der Graduierung „M“ bzw. „Top Cape“ ist diese Gelbtönung gut sichtbar. Daneben gibt es seltene Diamanten in kräftigen Farben, die „Fancy“ genannt werden.